Die Geschichte der deutschen Telefonkarte

Die erste Karte (Vorläufer unserer heutigen Plastik-Chipkarte)
Die ersten Telefonkarten waren aus Papier. Ab 1883 wurden die ersten öffentlichen Fernsprechzellen in verschiedenen bayerischen Städten aufgestellt. Für die Nutzung verkauften die Postschalter nummerierte Be­rechtigungsscheine. Bei Gebrauch wurden diese abgestempelt oder eine Ecke wurde abgerissen. Ab 1891 wurden spezielle Billets eingeführt, da man Angst vor Fälschungen hatte.

Die ersten Versuche (mit Plastikkarten)

Im Jahr 1983 begann man erstmalig in Deutschland erste Versuche mit vorher bezahlten Telefonkarten durchzuführen. Man hat in vier verschie­denen Regionen vier verschiedene Anlagen zur Erprobung installiert. Im Juli 1983 wurden dann die ersten Kartentelefone in Betrieb genommen.

Die vier Testgebiete
1. Als erste Großstadt erprobte Frankfurt am Main das optisch les­bare System von einer Schweizer Firma.
2. Im Raum Bonn und Aachen begann im Oktober 1984 der Einsatz mit dem Mikrochip. Der Chip wurde von der Firma Siemens ent­wickelt.
3. Im Oktober 1984 wurde in Goslar und Umgebung mit dem Test­betrieb von Magnetstreifen begonnen. Die Magnetstreifen waren am unteren Rand auf der Vorderseite der Karte angebracht (Fa. Autelca).
4. Im Februar 1985 begann in Bamberg der Test auch mit Magnet­karten, jedoch von der Firma Copytex/SEL.
Im Jahr 1986 entschied man sich für das fälschungssichere Chipsystem, welches von der Firma Siemens eingeführt wurde. Die ersten Geräte wurden an Flughäfen und Bahnhöfen installiert. Ab 1991 konnte man auch mit diesen Karten in Zügen telefonieren.

Modul-Übersicht

Die nächsten Abbildungen zeigen eine Übersicht der bisher auf deutschen Telefonkarten verwendeten Module.
Folgende Module gibt es auch in fluoreszierend (nicht abgebildet):
21F / 22F / 30F / 31F / 33F / 34F / 37F / 51F 

Modul 10 Modul 11 Modul 20
Modul 10 Modul 11 Modul 20
Modul21 Modul 22 Modul 23
Modul 21 Modul 22 Modul 23
Modul 24 Modul 25 Modul 30
Modul 24 Modul 25 Modul 30
Modul 31 Modul 32 Modul 33
Modul 31 Modul 32 Modul 33
Modul 34 Modul 35 Modul 36
Modul 34 Modul 35 Modul 36
Modul 37 Modul 38 Modul 40
Modul 37 Modul 38 Modul 40
Modul 41 Modul 42 Modul 43
Modul 41 Modul 42 Modul 43
Modul 44 Modul 50 Modul 51
Modul 44 Modul 50 Modul 51
Modul 60 Modul 61 Modul 70a
Modul 60 Modul 61 Modul 70a
Modul 70b Modul 71a Modul 71b
Modul 70b Modul 71a Modul 71b
Modul 72    
Modul 72    

*Quellnachweis: Fotos der abgebildeten Chipvarianten von www.telesammler.de

 

Was sind Dummies?
Dummies sind Probedrucke von Telefonkarten, die kein gültiges Modul und auch keine Kontrollnummer aufweisen. Sie dienen dem Kartenproduzenten zur Beurteilung der Druckqualität. Die Auflage lag bei etwa 200 Stück. Dummies wurden nur bis etwa 1992 produziert.

Auf einer Telefonkarte finden Sie interessante Informationen:

1-Auflage: 300 000 Rückseite TK
2-Wert: 12 DM (6,14 Euro)
3-Gültig bis: 09/2002
4-Kartennr.: P14 07.99
   
      (Abb. zeigt die Rückseite einer TK)

Maße einer deutschen Telefonkarte:
Breite: 85,5 mm
Höhe: 54,0 mm
Gewicht: 4,5 g

Wieviele Einheiten hat eine deutsche Telefonkarte?
Zu DM-Zeiten wurden Telefonkarten mit den Werten 3,- DM, 6,- DM, 12,- DM und 50,- DM. Auch wurden Telefonkarten der B-Serie (1992) zu höheren DM-Werten verkauft, wobei 3,- DM zugunsten der Deutschen Sporthilfe, der Wohlfahrtspflege, UNICEF und für den Umweltschutz abgeführt wurden.
Heute zu €-Zeiten werden Chipkarten mit Werten zu 3,- €, 5,- €, 10,- € sowie 20,- € herausgegeben.

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Seltene Materialien, aus denen Telefonkarten in Deutschland hergestellt wurden:
In den Jahren 2000 - 2003 wurden Telefonkarten aus anderen Materialien hergestellt. Sie waren nur in einem Abonnement für Sammler erhältlich. In der Collector-(C)-Serie hat man Telefonkarten aus Samt, Seide, Keramik, Blech, Leder, Glas sowie aus durchsichtigem Kunststoff mit Flitter hergestellt, sogar eine abspielbare CD-Rom war dabei, außerdem eine magnetische TK.
Hier sehen Sie ein paar schöne Beispielkarten dazu:

CD-Rom CD-Rom CD-Rom
Flitter Filitter Flitter
Magnet Magnet Magnet
Leder Leder Leder

Folgende Kartenhersteller gibt es:

kleines modul Orga
kleines modul Giesecke & Devrient (G&D)
kleines modul Oldenbourg Datensysteme (ODS)
kleines modul Gemplus/ Filderstadt
kleines modul Gemplius/geminos
kleines modul Solaic
kleines modul Schlumberger
kleines modul Uniqa (wurde im Sommer 1994 von der Firma Orga übernommen)

 

Wenn Sie hier klicken, dann erfahren Sie etwas über eine nicht uninteressante Fälschung, die im Umlauf ist. mehr weiter